Dieteroeder Klippen

Jedes Jahr im Urlaub in meiner Heimatstadt wundere ich mich, dass ich tatsaechlich immer wieder Ecken finde, die ich noch gar nicht kenne. Dieses Jahr haben wir die Dieteroeder Klippen bestiegen – eine schoene Rundwanderung vom Naturpark Fuerstenhagen entlang eines alten Steinbruchs und naturnaher Buchenwälder, einfach wunderschoen!

Every year when I’m visiting my small hometown I’m amazed to find places I haven’t been to. So this year we climbed the Dieteroeder Klippen which can be best described as a small chain of mountains I guess. We hiked a beautiful loop starting at the nature park Fuerstenhagen along a old quarry through ancient beech trees –  just beautiful!

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Das Wetter hielt sich tapfer trocken, aber zwischendrin wurde es oefter mal duester. The weather stayed dry but every now and then it looked suspiciously dark.

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old bride in the middle of nowhere – alte Bruecke mitten im Nichts

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Wer Rinde isst, kann Berge steigen – wir brauchten viel Rinde! At times the path got really steep.

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Der Weg war abwechselungsreich mit Feldern und Wiesen aber auch bergig steil. The trail was diversified with fields and meadows but also hilly and steep.

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Teufelskanzel

Nach alter Tradition sind wir auch dieses Jahr wieder vom Hanstein auf die Teufelskanzel gelaufen. Der Weg ist nur 45 Minuten lang aber sehr idyllisch und leicht zu wandern, selbst fuer „Fusskranke“. Am Ende des Weges erwartet einen eine nette Berghuette und eine wunderschoene Aussicht auf die Werra, den Ludwigstein und auch den Westen des Landes. (den wir zu DDR-Zeiten nicht sehen durften).

Die Sage der Teufelskanzel

Als einmal in der Walpurgisnacht die Hexen auf dem Brocken ihre alljährliche Zusammenkunft hielten, bei der auch immer der Teufel anwesend war, wurde dieser von der Versammlung gefragt, ob er wohl imstande sei, den gewaltigen Felsenkoloss, auf dem er soeben gestanden hatte, auf den Hohen Meißner in Hessen zu tragen. Allerdings dürfe er den Felsen keinmal absetzen und auch keine Rast einlegen.

Als Satan dieses mit höhnischem Gelächter bejahte, gingen einige junge Herren, die mit den Hexen gekommen waren, mit ihm die Wette ein, dass er sein Vorhaben nicht schaffen würde.

Sobald die Tanzerei beendet war, fuhr der Satan wie ein Sturmwind mit dem Felsen von dannen. Eine Weile ging die wilde Fahrt auch gut, aber dann fühlte der Teufel doch, dass er seine Kräfte überschätzt hatte. Der Stein wurde von Sekunde zu Sekunde schwerer, und als der Böse am Höheberg angekommen war, fühlte er sich so matt, dass er beschloss, ein Stündchen zu ruhen. Die Hexen, so dachte er, könnten ihn hier in den dichten Wäldern nicht sehen. Daher überlegte er nicht lange, setzte seinen Stein nieder und streckte sich aus.

Doch die Hexen waren misstrauisch. Sie wollten sehen, wie er mit seiner Felsenkanzel auf dem Meißner ankäme. Daher schickten sie ihm einige Beobachterrinnen nach. Wenn er selbst unter den dichten Bäumen des Waldes auch nicht zu sehen war, so war doch der Felsen schon von weitem zu erkennen. Wo der Felsen ist, dachten die Hexen, kann sein Träger nicht weit sein! Und nach kurzer Zeit hatten sie den Schlafenden gefunden. 
„Hans, du Faulpelz, was machst du da?“ riefen sie ihm zu und lachten ihn aus.

Erschrocken fuhr der Teufel aus dem Schlaf auf, und beschämt, sich so ertappt zu sehen, fuhr er in die Lüfte, zerriss die neugierigen Hexen und stob davon, ohne sich noch einmal um den vom Brocken hierher geschleppten Felsblock zu kümmern.

Als das Volk die Geschichte erfuhr, nannte es den vor dem Berge stehenden Felsen die Teufelskanzel.

Eine andere Sage berichtet, dass sich vom Höheberg ein Stück Felsen gelöst habe und nun seit undenklichen Zeiten vor dem Bergmassiv stehe und vom Teufel als Kanzel benutzt worden sei, bis eines Tages ein Eichsfelder Bauer, der sich unter dem Vorsprung des Felsens niedergesetzt hatte, um sein Vesperbrot zu essen, dem mit seiner Predigt beginnenden Teufel zurief:

„Ihr habt was vergessen! Jede richtige Predigt muss anfangen mit: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

Als der Teufel die heiligen Namen hörte, entsetzte er sich so sehr, dass er mit sausendem Sprunge in die Tiefe und in die Fluten der Werra sprang. Dabei drückte sich sein Pferdehuf tief ins Land ein. Der Fluss aber wollte mit dem Bösen nichts zu tun haben. Er wich von diesem eingedrückten Mal zurück und schlängelte sich drum herum. Und so fließt noch heute die Werra an dieser Stelle in der Form eines riesigen Hufeisens durch das fruchtbare Tal.

http://www.burgruine-hanstein.de/teufelskanzel.0.html

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Burg Hanstein

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Dunkel ueber Lindewerra

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Regenjacke muss sein

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Waffeln mit heissen Himbeeren gefaellig?

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Bei schoenem Wetter gibt es hier keine Sitzplaetze mehr.

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Lindewerrablick

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erstmal Fuesse hochlegen

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Auf diesem Plattenweg fuhren frueher die Panzer.

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summmm

Dün – Hiking

The Dün is a hill chain in northwestern Thuringia, Germany. It runs west to east, and forms the northwestern edge of the Thuringian Basin. It separates the Thuringian Basin from the upper valley of the river Leine. Towards the east it continues in the Hainleite ridge. The highest point, 522 m above sea level.

Whilst visiting my parents the Dün is right on our door steps and I have to hike it.

Der Dün, auch Dünwald genannt, ist ein bis 522,3  hoher, rund 270 km2 großer Höhenzug der Nordwestlichen Randplatte des Thueringer Beckens. Er liegt im Staedtedreieck Heiligenstadt, Bleicherode und Muehlhausen.

Wenn ich meine Eltern besuche, liegt der Dün quasi vor meiner Haustuer und muss bewandert werden.

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Schon der Weg nach oben bietet wunderschoene Aussichten. Already on the way up the view is beautiful.

 

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Auch an wolkigen Tagen ist die Aussicht wunderschoen. Even on cloudy days the panorama is breath taking.

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St. Martin, da unten mitten drin, war das erste Gebaeude der Stadt. The church of St. Martin was the first building of the city.

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Ein Wald wie im Maerchen – gleich kommt sicher Rotkaeppchen aus dem Unterholz. Doesn’t this look like a forest from a fairy tale? It looks like Little Red Riding Hood is about to break through the undergrowth.

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Walderdbeeren … wild strawberries

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laendliche Idylle – rural idyll

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Kamille – chamomille

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Déjà-vu

Mein diesjaehriger Trip nach Deutschland bestand bisher groesstenteils aus Déjà-vu-Erlebnissen. Gleich am Anfang dieser unfreiwillige Trip nach Reykjavik, wo wir alles genauso vorfanden wir vor 2 Jahren als wir da waren. (Auf den Link klicken und unsere Islandreise von 2015 nachlesen) (Immer noch nicht genug von Island? Klick hier und finde unsere Islandreise 2016.)

Danach ein kurzer Besuch bei meiner Tante, wo ganz viele niedliche Kaninchen auf uns warteten. Mehr Kaninchengeschichten gibt es hier: Klick mich und hier: klick mich auch

Und natuerlich habe ich auch ein paar Bilderchen fuer Euch. Das Motto fuer heute: laendliche Idylle.

My yearly trip to Germany so far consisted of lots of Déjà-vu-experiences. First we had a (involuntary) stay in Reykjavik which didn’t seem to have changed at all since our last trip there in 2015. click here for our 2015 trip to Iceland

Still didn’t get enough of Iceland? Click here for the 2016 trip to Iceland!

So after the adventure in Reykjavik I visited my aunt and Déjà-vu again she had a bunch of super cute rabbits … which was bitter sweet. Here are some bunny related posts: click

Of course I took a few pictures for you guys. The motto for today: rural idyll

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Reisefreuden – gestrandet in Island

Jetzt sind wir seit Dienstag endlich in Deutschland. Und die Reise hierher lief alles andere als glatt.

Die Autofahrt nach Washington, DC war schon recht langwierig, weil die I95 mal wieder voll war und die Rt. 1 auch. Also sind wir dann durch’s Hinterland, wo man nicht sonderlich schnell fahren konnte, aber wenigstens einen schoenen Ausblick und freie Fahrt hatte.

In Washington am Flughafen haben wir dann schon gewusst, dass unser Flieger eine Stunde Verspaetung hatte. Er haette 7.25pm losfliegen sollen und der Mensch am Schalter bereitete uns auf 8.35pm vor. Naja, was soll’s. Eine Stunde bekommt man schon rum. Tatsaechlich sassen wir dann erst um 9.00pm im Flieger und was am nervigsten war, war die Tatsache, dass es am Gate keinerlei Auskuenfte waehrend der ganzen Zeit gab. Am Schalter war niemand aufzufinden, auf den Anzeigetafeln stand nicht mal die Verspaetung angeschlagen und man fragte sich die ganze Zeit, was hier eigentlich los ist.

Kurz nach 9.00pm ging es endlich in den Flieger. Um 9.14pm fiel dann der Generator fuer die Kabine 4 mal hintereinander aus. Es knallte kurz, Licht ging aus und auch die Luft wurde nicht  mehr gekuehlt. Nach einigen erneuten erfolglosen Versuchen den Generator zu starten, meldete sich der Kapitaen und liess uns wissen, dass der Generatur entschieden hat, nicht mehr zu arbeiten. Aber alles sei super, das Reparaturteam sei unterwegs und auch eine manuelle Kuehlung fuer die Kabine.

Um 11.06pm, es wurde immer noch repariert und in der Kabine war es extrem warm und stickig, fiel dann der erste Passagier um und es musste ein  Notarzt geholt werden. Nach einiger Zeit wurde der Herr von Board gebracht und der Kapitaen teilte mit, dass nur noch sein Gepaeck ausgeladen wuerde und dann ginge es los nach Reykjavik. Nach weiteren 45 Minuten war wohl das Gepaeck endlich gefunden und es ging los … aber nicht nach Reykjavik sondern in die Warteschleife, wo wir dann endlich gegen 0.30am nach Island starten konnten.

In Reykjavik angekommen, waren wir ueber 3 Stunden verspaetet und saemtliche Anschlussflieger waren weg. Also standen wir mit mehreren Hundert Personen am Service Desk an und harrten der Dinge. Nachdem wir dann endlich nur noch 6 Leute vor uns hatten, kam jemand an den Desk und teilte uns mit, dass wir bitte zum Service Desk 2 gehen sollten, weil da alle Unterlagen vom Washingtonflug fertig seien und nur noch auf uns wareten. Ich war da schon megagenervt… aber man konnte ja nicht viel tun, als sich nun an einem anderem Schalter anzustellen, wo wieder mindestens 80 Leute vor uns standen. Nach ueber zwei Stunden in irgendwelchen Warteschlangen kamen wir endlich dran und der Mensch auf der anderen Seite des Tisches, liess uns wissen, dass alle Flieger nach DE weg seien und wir in Reykjavik uebernachten muessten. Wir bekamen einen Gutschein fuer den Bus und fuer ein Hotel … keine Entschuldigung, nichts.

Also schnappten wir unser Gepaeck und liefen zum Bus, wo man uns sagte, dass der letzte Bus weg sei und erst wieder einer in ueber 2 Stunden faehrt. Wir sollten uns ‚einfach’ einen Gutschein fuer ein Taxi holen. Also wieder zu einem Schalter, anstehen und zum naechsten Schalter geschickt werden. Am naechsten Schalter meinte die Mitarbeiterin eiskalt, sie gibt uns kein Taxigutschein, wir muessten eben warten. An dem Punkt hatte ich dann langsam die Schnauze voll von diesem Saftladen und bin zum Taxistand und wollte das Taxi selbst bezahlen bis der Fahrer meinte, die Fahrt waere fast eine Stunde und ich sollte mir wirklich lieber einen Gutschein holen. OK, da war ich dann auf 180 und stellte mich wieder an, um der Tante von IcelandAir die Hoelle heiss zu machen. Zwischenzeitlich kam noch jemand von dem Flug auf mich zu und sagte mir, ich muesse auf den Taxigutschein bestehen, sie waeren verpflichtet ein Taxi zu zahlen – mann, warum bin ich immer so gutmuetig??? –  am Schalter angekommen, stand da schon wieder ein riesige Schlange mit Leuten, die alle dasselbe wollten wie ich, einen Sch…Taxischein.

Eine Stunde spaeter bekam ich dann endlich den Schein. Am Taxistand natuerlich auch wieder eine Schlange – 45 Minuten warten auf ein Taxi. Der Taxifahrer muss seinen Job wirklich geliebt haben, denn er sprach keine einziges Wort waehrend der einstuendigen Fahrt. Die Kroenung war dann als er in Reykjavik in den Gegenverkehr links abbog und die Autos mit quietschenden Reifen ca. 1,5 Meter vor meiner Autotuer zum Stehen kamen. Er murmelte ein ‚sorry’ und fuhr weiter.

Das Hotel war „Midgardur“, direkt in Reykjavik. Ich kannte die Umgebung ziemlich genau, weil wir dort in der Naehe vor 2 Jahren schon mal ein Hotel hatten. Das Midgardur war schon ziemlich toll! Wir haetten von der Airline eigentlich 3 Zimmer haben koennen, aber ich hab mich dann entschieden, dass ein Zimmer fuer uns drei vollkommen ausreicht. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, entschieden wir uns was essen zu gehen. Vom Hotel hatten wir Gutscheine fuer diverse Restaurants bekommen und wir entschieden uns fuer das hauseigene „Jörgensen“. Laut den reviews ist das eins der 5 besten Restaurants in Reykjavik. Kaum sassen wir, kam auch schon jemand, der uns mitteilte, dass wir zwar nicht aus der Karte aussuchen koennten, was wir wollten aber man hatte fuer alle ‚Gestrandeten’ ein 3-Gaenge-Menue bereit. Erst gab es eine leckere Moehrencremesuppe, dann gebratenen Lachs auf Pestolinguine und zum Nachtisch Skyr mit frischen Beeren. Es war wirklich sehr sehr gut … und um ca. 15.00 Uhr die erste Mahlzeit des Tages fuer uns.

Mit vollem Bauch ging es dann erstmal in die Stadt. Wir kannten uns ja zum Glueck ziemlich gut aus und bummelten erstmal durch ein paar Geschaefte und erstanden ein paar Postkarten. Dann ging es weiter zum Wasser und der Harpa, wo wir dann am Strand sassen und den Schiffen und Wolken zuschauten bis uns fast die Augen zufielen. Der Heimweg gestaltete sich wegen des jetlegs ziemlich zaeh und kaum im Hotel angekommen, fielen wir nach einer kurzen Dusche auch schon in unsere Betten.

Irgendwann daemmerte es mir dann, warum es nicht daemmerte … um diese Jahreszeit ist es in Island rund um die Uhr hell und es war ziemlich bizarr alle 2 Stunden aufzuwachen und den Himmel immer noch hell vorzufinden. Nach der hellen Nacht waren wir relativ froh, um 3.50 Uhr wieder aufstehen zu koennen und unsere sieben Sachen fuer den Flug nach Deutschland zu packen. Um 4.45 ging es dann wieder Richtung Flughafen – diesmal mit einem supernetten und sehr unterhaltsamen Taxifahrer, der eigentlich Portugiese war, in den 90igern in Leipzig und Russland gewohnt hatte und nun mit seiner islaendischen Frau in Reykjavik Taxi faehrt. Ich war fast traurig als wir am Flughafen ankamen und uns verabschieden mussten.

Kaum im Flughafen angekommen, sahen wir auch schon, dass unser Flug eine Stunde Verspaetung hat… es war echt wie verhext. Nach der extra Stunde Wartezeit ging es aber dann sofort los und wir kamen gut in Frankfurt an. Dort mussten wir aber erstmal zum Baecker und die obligatorische Leberkaessemmel kaufen. Danach weiter zum ICE, der rammelvoll war – aber kein Problem da mit 2 Kindern und 3 Koffern, 2 Handgepaecken und 2 Rucksaecken reinzukommen. Die Deutschen sind da ja nicht so: man draengelt sich an Dir vorbei und dann hast Du alle Zeit der Welt, in Ruhe dein Zeug reinzutragen.

Am Hauptbahnhof mussten wir gleich wieder raus und zum Glueck gab es da ein paar nette junge Herrn mit Migrationshintergrund, die uns anboten, die Koffer rauszutragen. In dem Moment war mir sowieso schon vollkommen Wurscht, was die mit den Koffern machen, nach 2 Tagen mit den 20kg-Dingern am Bein haette ich sie am liebsten in den naechsten Strassengraben getreten. J Die netten Jungs meinten dann allerdings sie haetten wirklich keinen Gebrauch fuer Frauenklamotten und wegrennen mit den schweren Koffern sei auch nicht drin…. also trugen sie uns die Schwergewichte aufs Gleis und ich war heilfroh, dass ich nicht alles allein machen musste. Der naechste Zug war auch wieder proppevoll und wir mussten die vermalledeiten Koffer durch 3 Abteile zerren, bis wir endlich einen Sitzplatz gefunden hatten. Ich war echt pitschenass geschwitzt und wollte nur noch irgendwo sitzen und meine Leberkaessemmel runterschlingen – und das konnte ich dann endlich auch machen. Halleluja!

Mit gerade mal 15 Minuten Verspaetung kamen wir dann auch endlich nach der Weltreise in Goettingen an. Nach der euphorischen Begruessung von meiner Mutter und meinen Bruder galt es nur noch eine halbe Stunde im Auto zu sitzen und so zu tun als ob man der Unterhaltung folgen kann. Ich war allerdings schon so muede, dass ich nur noch mit ‚ja’, ‚nein’ und ‚mh’ antworten konnte.

Wer eine Reise tut, der kann was erzaehlen!

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Im Tal der Traenen

Manchmal ist man echt vom Pech verfolgt. An einem Donnerstag (8.6.) hatten wir unsere 2 Mini Rex Kaninchen Oreo und Jupiter nachmittags gelaehmt im Kaefig gefunden. Morgens hatte Oreo leicht gehinkt, aber wir haben uns keine grossen Gedanken gemacht. Sowas kann immer mal sein. Sie wollte nicht so richtig fressen und Jupi war auch nicht sonderlich hungrig, aber alles noch im Bereich des Normalen. Aber nachmittags dann war es der Supergau. Die Maedels waren komplett aufgeloest und ich war auch gleich fix und fertig. Also hab ich gleich im Mechanicsville Animal Hospital angerufen aber deren Hasenspezialist war schon weg. Sie haben mir allerdings Lakeside Veterinary empfohlen, wo ich auch gleich anrief. Bei denen war der Veterinaer gerade beschaeftigt, wollte mich aber schnellstmoeglich zurueckrufen. Nach ewigen 30 Minuten ist das dann endlich passiert und wir konnten sofort hinfahren. Leider sagten die uns schon vorher, dass wir ein walk-in sind und nicht sofort dran kaemen.

 Also haben wir die Hasen eingepackt und sind sofort los. Als wir da reinkamen, roch es schon unverkennlich nach Tier und das Wartezimmer war ziemlich gefuellt. Nach 1 ½ Stunden kamen wir dann auch endlich dran. Leider hatte die Tieraerztin nicht so wirklich eine Ahnung, was mit Oreo und Jupiter los ist. (Das haette mir ein Omen sein sollen!) sie googelte eifrig rum, kam zwischendrin mal rein und fragte, irgendwelchen ‘random shit’ und verschwand dann wieder. Dann nahm sie die Hasen fuer Untersuchungen mit, kam recht schnell wieder und meinte dann, sie haetten wohl irgendein Neurotoxin gefressen, irgendwas im Garten wahrscheinlich. Wir konnten uns nicht so richtig vorstellen, was das gewesen sein soll, aber am Ende ist sie die Tieraerztin und kennt sich aus. Weil die Bunnies total dehydriert und schwach waren, gab es erstmal eine Infusion. Dann fingen sie langsam an, an einer mitgebrachten Karotte zu knabbern, waren aber noch zu schwach. Dann kam die Krankenschwester und praesentierte uns diverse Vorgehensweisen mit den ensprechenden Preise: die ‘Billigmethode’ war ein Kraftfutter und Anti-Biotikum fuer ca 180,00 dollar pro Nase und die ausfuehrliche Methode waere Blut- und Urinuntersuchung fuer insgesamt 800,00 Dollar gewesen. Wobei allerdings unklar war, was man mit den Ergebnissen ueberhaupt anfangen kann. Also haben wir uns fuer Methode Nr. 1 entschieden, weil wir irgendwie auch dachten, dass diese Schwaeche nur voruebergehend waere.

 Kaum zu Hause fingen wir erstmal an, das Kraftfutter anzuruehren und die Hasies per Spritze zu fuettern. Das lief eigentlich ganz gut und wir fassten schnell Hoffnung, dass es morgen sicher wieder weg oder mindestens viel besser waere. Leider hatten wir uns sowas von geirrt!

 Auf Anweisung der Aerztin rief ich am naechsten Morgen (Freitag) gleich wieder dort an und wollte berichten, wie es den Hasen geht. Man sagte, ich werde zurueckgerufen – leider kam dieser Anruf nie. Das ganze Wochenende war ein einziges Auf und Ab: Mal frassen sie, mal frassen sie nicht, mal kam es einem so vor, als wuerden sie Fortschritte machen, mal musste ich schon heulen, wenn ich nur an die Hasen denken musste. Alle drei bis vier Stunden ging das so und nach dem Wochenende war ich mit den Nerven runter, weil unterm Strich eigentlich alles genauso geblieben war. Oreo und Jupiter lagen nur noch rum und der Koerper war total schlaff und leblos. Wenigstens im Gesicht gab es noch Regungen und man konnte ein bisschen von ihrem urspruenglichen Gemuet erkennen.

 Montag morgen rief ich dann bei Hanover Green Animal Hospital an und bekam gleich einen Termin. Die Aerztin, Dr. Rush schaute sich die beiden an und meinte dann, es waere E. Cuniculi, ein mieser Parasit, der sich wohl von Wildtieren auf Haushasen uebertraegt und Nervenschaeden verursacht. Die Prognose war nicht sonderlich gut, aber wir dachten, mit der richtigen Medizin klappt es bestimmt. Mittlerweile hatte ich mich im Internet schon ueber diesen Wurm schlau gemacht, weil es so ziemlich das einzige war, was Laehmungen bei Kaninchen hervorruft. Wir bekamen also auch noch eine Wurmkur und einen Entzuendungshemmer, der Reaktionen auf den abgestorbenen Wurm  bekaempfen sollte.

 Montag war ich mir dann sicher, dass sie wirklich wieder gesund wuerden. Der Arzt wusste sofort was es war und die Hasis hatten auch wieder Leben in den Augen. Es war die letzte Schulwoche vor den Ferien so dass die Kinder eigentlich kaum noch in der Schule waren und viel Zeit mit den Hasen verbringen konnten. Wir hatten sie quasi rund um die Uhr im Wohnzimmer bei uns. Fuettern alle 3 Stunden, Medizin frueh und abends, zwischendrin viel kuscheln und halten, damit sie nicht auf der Seite liegen und Wasser in die Lungen kriegen. Mittwoch allerdings keuchte Oreo schon total laut und ich bekam es mit der Angst. Ich rief also beim Tierarzt an und bekam einen Termin fuer spaeter, um eine Spritze gegen die Fluessigkeit in der Lunge zu holen. Einen frueheren (Notfall-)Termin bei einem anderen Arzt wollte ich nicht … es schien keine Notfallsituation zu sein.

Kaum zwei Stunden spaeter hoerte Oreo auf einmal auf zu atmen. Nicola hatte sie gerade auf dem Arm und sie brach natuerlich sofort in Panik aus. „Mama! Mama, sie atmet nicht mehr“. Leider konnte ich da auch nichts mehr machen ausser loszuheulen. Also knieten wir alle drei vor Oreo auf dem Boden und heulten uns die Seele aus dem Leib. Es war so verdammt traurig … wir konnten uns gar nicht wieder beruhigen und Nicola war total verstoert. (Oreo war ihr erstes Haustier) Als wir dann aus unserem Heulkrampf wieder frei kamen. haben unsere suesse, kleine Oreo schoen begraben….in einem Karton, auf Blueten gebettet und mit einem kleinen Brief von uns allen. Als wir sie in die Erde legten, hab ich Jupi mit rausgenommen, damit sie sich von ihrer Gefaehrtin verabschieden kann. Immerhin waren sie ihre ganzes Leben zusammen.

 Nachmittags sind wir gleich zur Tieraerztin und haben Jupi was gegen Wasser in der Lunge spritzen lassen, obwohl sie gar nicht so schlimm klang, aber sicher ist sicher.

 Die folgenden Tage war ich ueberrascht, dass sich Nicola wieder schnell fing und nun ihre ganze Energie in Jupis Pflege steckte. Weiterhin standen wir um 6.00 Uhr auf und gaben ihr ihre Medikamente. Langsam fing sie an, ihre Vorderbeine zu bewegen und sich auch wieder mit den Hinterlaeufen abzustuetzen. Donnerstag abends allerdings bekam sie auch diese Keuchatmung und ich machte mir schon megaviele Sorgen. Freitag frueh sind wir gleich zum Tierarzt und haben uns die Spritze abgeholt … leider starb sie 2 Stunden spaeter trotzdem. Wir standen wie auf Kommando alle vor ihrem Kaefig als sie auf einmal aufhoerte zu atmen und wir konnten wieder nur dabei stehen und heulen. Also bekam auch Jupiter ihre Schachtel mit Blumen und einem Abschiedsbrief … ein Grab gleich neben Oreos. Auf einmal fuehlt sich das Haus und der ganze Tagesablauf so leer an. Keine Fuetterungszeremonie mehr, keine Krankengymnastik … und ich haette immer nur heulen koennen.

 … oder schreien vor Wut ueber diese bescheuerte Tieraerztin, die erstmal die Symptome googeln musste.